Die kurze Antwort: Für Affiliate Marketing auf Instagram meldest du dich bei einem Partnerprogramm an, bekommst einen persönlichen Link und setzt ihn in deine Bio oder als Link-Sticker in eine Story. Kauft jemand darüber, erhältst du Provision. Jeder Beitrag mit so einem Link ist Werbung und trägt sichtbar das Wort „Anzeige“ oder „Werbung“.
Was ist Affiliate Marketing auf Instagram?
Affiliate Marketing auf Instagram ist Empfehlungsmarketing gegen Provision. Ein Händler oder ein Partnernetzwerk gibt dir einen eigenen Link zu einem Produkt. In diesem Link steckt eine Kennung, die zeigt, dass der Besuch von dir kommt. Kauft jemand nach dem Klick, rechnet der Händler den Verkauf dir zu und schreibt dir einen Anteil gut, als Prozentsatz vom Warenwert oder als festen Betrag pro Bestellung. Wofür genau gezahlt wird, legt jedes Programm in seinen Bedingungen fest. Wie lange ein Kauf nach dem Klick noch zählt, regelt die Cookie-Laufzeit (die Zeitspanne, in der der Browser sich an deinen Klick erinnert). Auch sie steht in den Bedingungen jedes Programms und ist von Anbieter zu Anbieter verschieden. Der große Unterschied zur bezahlten Kooperation: Dort bekommst du einen festen Betrag für einen Beitrag. Beim Affiliate Marketing verdienst du nur, wenn wirklich gekauft wird. Dafür kannst du sofort starten, auch mit einem kleinen Instagram-Account: Die Instagram-Hilfe nennt für Links im Profil keine Mindestzahl an Followern.
Affiliate ist einer von mehreren Wegen, mit einem Profil Einnahmen zu erzielen. Wie er sich zu Kooperationen, Abos und Geschenken verhält, steht im Überblick Mit Instagram Geld verdienen.
Ist Affiliate Marketing auf Instagram erlaubt?
Ja, Affiliate Marketing auf Instagram ist erlaubt, solange du zwei Regeln einhältst. Die erste Regel kommt von Instagram selbst: Die Nutzungsbedingungen verbieten unter Punkt 4.2 alles Rechtswidrige, Irreführende oder Betrügerische. Ein Provisionslink, den du als neutrale Empfehlung tarnst, führt Menschen in die Irre. Ein Link, den du offen als Werbung zeigst, tut das nicht. Die zweite Regel kommt aus dem deutschen Recht. Nach § 5a Absatz 4 UWG (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb) handelt unlauter, wer den kommerziellen Zweck einer geschäftlichen Handlung nicht kenntlich macht, sofern er sich nicht unmittelbar aus den Umständen ergibt und das Weglassen die Entscheidung der Leute beeinflussen kann. Bei einem Provisionslink bekommst du eine Gegenleistung vom Händler, also hat dein Beitrag einen kommerziellen Zweck. Daraus folgt eine einfache Praxis: Jeder Beitrag, jede Story und jede Linkseite mit Provisionslinks trägt eine klare Kennzeichnung, bevor jemand klickt. Dazu kommen die Bedingungen des jeweiligen Partnerprogramms. Viele schreiben genau vor, wo und wie du ihre Links bewerben darfst.
Wie die Kennzeichnung im Detail aussieht, steht weiter unten im Abschnitt Provisionslinks richtig kennzeichnen.
Wohin der Link gehört: Bio, Story, Beitrag
Der Instagram-Hilfebereich beschreibt zwei Wege, einen Link zum Antippen anzubieten: die Links in deinem Profil und den Link-Sticker in Stories. Instagram erlaubt laut Hilfebereich bis zu fünf Websites im Profil. Du fügst sie über „Profil bearbeiten“, dann „Links“ und „Externen Link hinzufügen“ ein. Diese Links sehen Personen auf und außerhalb von Instagram, bis du sie entfernst. Der Link-Sticker gehört in die Story: Nach dem Aufnehmen tippst du oben auf „Sticker“ und wählst „Link“. Die Story verschwindet nach 24 Stunden, als Highlight gespeichert bleibt sie im Profil, bis du sie entfernst. In der Bildunterschrift von Feed-Beiträgen und Reels verweist du im Text auf die Bio oder auf die aktuelle Story. Ein bewährter Aufbau: Ein Profil-Link führt auf eine kleine Sammelseite mit drei bis fünf Empfehlungen, je mit einem Satz, warum du das Produkt nutzt. Stories mit Link-Sticker nimmst du für einzelne Produkte, über die du gerade sprichst. So bekommt jeder Ort eine klare Aufgabe (Stand: Oktober 2026).
| Ort | Wie lange sichtbar | Wofür |
|---|---|---|
| Links im Profil (bis zu fünf) | dauerhaft | Sammelseite mit deinen Empfehlungen |
| Story mit Link-Sticker | 24 Stunden | ein Produkt, über das du gerade sprichst |
| Story-Highlight mit Link-Sticker | bis du es entfernst | Empfehlungen, nach denen oft gefragt wird |
| Bildunterschrift von Beitrag oder Reel | dauerhaft | Hinweis „Link in der Bio“ plus Kennzeichnung |
Bevor du Links setzt, lohnt sich ein Blick auf die Bio selbst. Wer nicht versteht, wofür dein Profil steht, klickt auch nicht. Wie du das in einem Satz klärst, zeigt Instagram Profil optimieren. Wer deine Stories überhaupt sieht und wie du die Zahl liest, erklärt der Beitrag zu Instagram Story Views.
Partnerprogramme für Instagram-Accounts finden
Für Affiliate Marketing mit Instagram-Accounts gibt es drei Arten von Anlaufstellen. Partnerprogramme großer Händler bieten einen riesigen Katalog unter einem Konto. Sie eignen sich zum Start, weil du fast alles verlinken kannst, was du schon besitzt. Affiliate-Netzwerke vermitteln zwischen vielen Marken und vielen Empfehlenden: Du meldest dich einmal an und bewirbst dich dann bei jedem Programm einzeln. Direkte Partnerprogramme einzelner Marken findest du meist im Fußbereich ihrer Website unter Begriffen wie „Partner“ oder „Affiliate“. Ob ein Programm eine Mindestzahl an Followern verlangt und wie hoch Provision und Cookie-Laufzeit sind, steht in seinen Teilnahmebedingungen. Vergleiche diese Punkte, bevor du dich festlegst. Wähle Produkte, die du selbst nutzt. Dann schreibst du konkrete Sätze aus eigener Erfahrung, und genau die überzeugen. Prüfe vor jeder Anmeldung diese fünf Punkte im Vertrag.
- Vergütung: Prozentsatz oder Festbetrag, und wovon genau er berechnet wird.
- Cookie-Laufzeit: ein Tag oder dreißig Tage machen einen großen Unterschied.
- Auszahlungsgrenze: ab welchem Guthaben überhaupt ausgezahlt wird.
- Stornos: ob Retouren und stornierte Bestellungen wieder abgezogen werden.
- Erlaubte Kanäle: ob Instagram, Stories und Werbeanzeigen mit dem Link zugelassen sind.
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Zum AngebotDer Affiliate-Post: so baust du ihn auf
Ein guter Affiliate Marketing Post auf Instagram zeigt das Produkt im Einsatz und beantwortet in wenigen Sekunden drei Fragen: Was ist das, warum nutzt du es, und wo gibt es den Link? Reels und Stories eignen sich besonders, weil du das Produkt in Bewegung zeigst, etwa beim Auspacken, beim Benutzen oder im Vergleich mit dem, was du vorher hattest. Die Kennzeichnung steht ganz am Anfang der Bildunterschrift und als Text im Bild oder Video, nicht versteckt am Ende. Danach folgen ein ehrlicher Satz zu deiner Erfahrung, ein Nachteil, falls es einen gibt, und der Hinweis auf den Link in der Bio oder in der Story. Ein Nachteil zu nennen kostet dich keinen Verkauf, er macht deine Empfehlung glaubwürdig. Das funktioniert auch faceless, also ohne dein Gesicht: Hände, Arbeitsplatz, Stimme aus dem Off oder Text im Bild reichen, solange klar wird, dass du das Produkt wirklich nutzt. Wichtig ist Wiederholung. Nie sind alle deine Follower gleichzeitig kaufbereit, deshalb zeigst du eine gute Empfehlung über Wochen mehrmals.
- Einstieg: das Produkt in der ersten Sekunde im Bild, in Benutzung.
- Kennzeichnung: „Anzeige“ oder „Werbung“ als erstes Wort und gut lesbar im Video.
- Erfahrung: ein konkreter Satz, seit wann und wofür du es nutzt.
- Ehrlichkeit: ein Punkt, der dich stört oder für wen es nicht passt.
- Weg zum Link: „Link in der Bio“ oder Link-Sticker in der Story vom selben Tag.
Geld verdienen: deine eigene Rechnung
Wie viel Geld du mit Affiliate Marketing auf Instagram verdienst, hängt an vier Zahlen, und alle vier kennst du nach wenigen Wochen selbst. Erstens: Wie viele Menschen sehen den Link, also zum Beispiel die Aufrufe der Story mit Link-Sticker. Zweitens: Welcher Anteil davon tippt auf den Link. Drittens: Welcher Anteil der Klickenden kauft. Viertens: Wie hoch die Provision pro Kauf ist. Die Aufrufe stehen in deinen Instagram-Statistiken, Klicks und Käufe im Bereich deines Partnerprogramms, die Provision in den Bedingungen. Die vier Zahlen werden miteinander multipliziert. Bei 2.000 Story-Aufrufen, 2 % Klicks und 5 % Käufen unter den Klickenden sind das 40 Klicks und zwei Käufe. Mit 4 € Provision pro Kauf ergibt diese Story 8 €. Die Rechnung zeigt, wo der Hebel liegt: Ein passenderes Produkt und eine klarere Empfehlung heben die Klick- und Kaufquote, oft stärker als mehr Reichweite. Wie du die Reaktion deiner Leute misst, erklärt der Beitrag zur Instagram Engagement-Rate.
Was „Aufrufe“ auf Instagram genau zählen und wie sie sich von erreichten Konten unterscheiden, steht im Beitrag Was bedeuten Aufrufe bei Instagram. Für deine Rechnung ist das wichtig, weil ein Konto mehrere Aufrufe erzeugen kann.
Und weil wir selbst Aufrufe verkaufen, ehrlich eingeordnet: Mit gekauften Views steigt die Zahl unter einem einzelnen Reel, zum Beispiel unter dem Reel, in dem du ein Produkt vorstellst. Ein frisches Video wirkt damit weniger leer. Gekaufte Views klicken aber keinen Link an und kaufen nichts. Mehr Reichweite, Follower oder Provisionen versprechen wir nicht. Deine Provision entsteht nur durch Menschen, die deiner Empfehlung folgen.
Provisionslinks richtig kennzeichnen
Provisionslinks auf Instagram kennzeichnest du so, dass jeder den werblichen Zweck erkennt, bevor er tippt. Das verlangt § 5a Absatz 4 UWG: Der kommerzielle Zweck muss kenntlich sein, wenn er sich nicht unmittelbar aus den Umständen ergibt. Das Gesetz sagt außerdem, dass eine Gegenleistung vermutet wird, solange du nicht glaubhaft machst, dass du keine bekommen hast. Bei Affiliate-Links ist die Gegenleistung die Provision, also ist die Lage eindeutig. Klare Wörter wie „Anzeige“ oder „Werbung“ machen den Zweck sofort sichtbar, am Anfang der Bildunterschrift, gut lesbar im Bild oder Video und direkt am Link-Sticker in der Story. Hilfreich ist ein kurzer Zusatz wie „Provisionslink: Kaufst du darüber, bekomme ich einen Anteil, dein Preis bleibt gleich“. Ein Hinweis am Ende einer langen Hashtag-Reihe, hinter „mehr anzeigen“ oder nur auf der Zielseite kommt zu spät. Auch deine Sammelseite in der Bio trägt die Kennzeichnung selbst. Dieser Abschnitt erklärt den Gesetzestext, er ersetzt bei einem konkreten Streitfall keine anwaltliche Beratung.
Formulierungen und Beispiele für jedes Format zeigt Werbung kennzeichnen auf Instagram. Provisionen sind Einnahmen. Was du dem Finanzamt meldest und ab wann die Kleinunternehmerregelung endet, steht unter Steuern für Influencer.
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Zum AngebotHäufige Fragen
Wie viele Follower brauche ich für Affiliate Marketing auf Instagram?
Instagram selbst nennt für Links im Profil keine Mindestzahl an Followern. Ob ein Partnerprogramm eine verlangt, steht in seinen Teilnahmebedingungen. Du kannst also mit einem kleinen Account starten. Entscheidend für deinen Verdienst ist nicht die Followerzahl, sondern wie viele Menschen deinen Link sehen, darauf tippen und kaufen. Ein klares Thema hilft dir, genau diese Menschen zu erreichen.
Ist Affiliate Marketing auf Instagram erlaubt?
Ja. Instagram verbietet in den Nutzungsbedingungen Irreführendes, und § 5a Absatz 4 UWG verlangt, dass der kommerzielle Zweck erkennbar ist. Ein offen gekennzeichneter Provisionslink erfüllt beides. Kennzeichne also jeden Beitrag, jede Story und deine Linkseite mit „Anzeige“ oder „Werbung“, bevor jemand klickt. Lies außerdem die Bedingungen deines Partnerprogramms, denn manche schränken die erlaubten Werbeformen ein.
Wie viele Links passen in die Instagram-Bio?
Laut Instagram-Hilfebereich kannst du deinem Profil bis zu fünf Websites hinzufügen. Du findest die Funktion unter „Profil bearbeiten“, dann „Links“ und „Externen Link hinzufügen“. Für Affiliate Marketing nutzt du einen dieser Links für eine Sammelseite mit deinen aktuellen Empfehlungen. So bleibt dein Profil übersichtlich, und du tauschst Produkte aus, ohne die Bio ständig zu ändern.
Geht Affiliate Marketing auf Instagram auch faceless?
Ja. Faceless heißt, du zeigst dein Gesicht nicht. Hände, Arbeitsplatz, Stimme aus dem Off oder Text im Bild reichen, um ein Produkt im Einsatz zu zeigen. Wichtig ist, dass deine Erfahrung erkennbar wird: wie du es nutzt, was dich überzeugt und was dich stört. Die Pflicht zur Kennzeichnung gilt genauso wie bei Beiträgen mit Gesicht.
Muss ich Affiliate-Einnahmen versteuern?
Ja, Provisionen sind Einnahmen und gehören in deine Steuererklärung. Wer regelmäßig verdient, meldet in der Regel ein Gewerbe an. Bei der Umsatzsteuer kannst du die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG nutzen, solange der Umsatz im Vorjahr 25.000 € nicht überschritten hat und im laufenden Jahr 100.000 € nicht überschreitet. Für deinen Einzelfall hilft eine Steuerberatung.
Bringen gekaufte Views mehr Affiliate-Umsatz?
Nein. Gekaufte Views erhöhen die Aufrufzahl unter einem einzelnen Reel, mehr nicht. Sie tippen keinen Link an und kaufen nichts. Ein Reel mit Produktvorstellung wirkt mit höherer Zahl weniger leer, das ist der ganze Effekt. Mehr Reichweite oder Provisionen versprechen wir nicht. Dein Umsatz entsteht durch Menschen, die deiner Empfehlung vertrauen.