Die Antwort: Ja, in der Schweiz kannst du mit Instagram Geld verdienen, vor allem über Marken-Kooperationen, Affiliate-Links, eigene Produkte und Dienstleistungen. Instagram-Geschenke und Abos stehen für die Schweiz nicht auf den Länderlisten der Instagram-Hilfe. Mehrwertsteuer wird erst ab 100.000 Franken Umsatz fällig, über AHV-Beiträge entscheidet deine Ausgleichskasse.
Kann man in der Schweiz mit Instagram Geld verdienen?
Ja, in der Schweiz kannst du mit Instagram Geld verdienen, aber nicht über alle Tools, die es in Deutschland gibt. Die Instagram-Hilfe listet für Geschenke 49 Länder und für Abos ebenfalls 49 Länder. Deutschland und Österreich stehen auf beiden Listen, die Schweiz auf keiner. Geprüft wurden beide Seiten am 30.10.2026. Dazu kommt eine Grundregel aus Instagrams Monetarisierungsrichtlinien für Partner: Um mit einem Tool Geld zu verdienen, musst du dich in einem Land aufhalten, in dem es verfügbar ist. Prämien, also Geld direkt von Instagram, laufen nur auf Einladung in Testländern, die Instagram nicht nennt. Offen bleiben dir in der Schweiz damit vor allem Wege, bei denen jemand anderes zahlt: Marken für Branded Content und Partnership Ads, Shops für Affiliate-Provisionen und Kundinnen und Kunden für deine eigenen Produkte und Dienstleistungen. Für Branded Content nennt Instagram ein professionelles Konto und eine etablierte Präsenz, aber keine Länderliste.
Für Partnership Ads gibt es eine Einschränkung, die ausdrücklich die Schweiz nennt. Für Personen mit Wohnsitz in der EU, im EWR und in der Schweiz ist das Geldverdienen mit Werbeanzeigen laut Instagram-Hilfe eingeschränkt, wenn das Konto in einer Kontenübersicht mit einem werbefreien Meta-Abo oder mit weniger personalisierter Werbung liegt. Prüf diese Einstellung, bevor du einer Marke eine Partnership Ad zusagst. Was Instagram selbst für Reels zahlt und was nicht, steht in Bezahlung für Instagram Reels.
Instagram Geld verdienen Tabelle: Schweiz und Deutschland im Vergleich
Die wichtigsten Unterschiede zwischen der Schweiz und Deutschland liegen bei den Instagram-eigenen Geld-Tools. In Deutschland kannst du ab 500 Followern Geschenke freischalten, bei denen Fans Sterne kaufen und Instagram dir 0,01 US-Dollar je Stern zahlt, und ab 10.000 Followern Abos anbieten. Beides setzt laut Instagram-Hilfe ein professionelles Konto und ein Mindestalter von 18 Jahren voraus. In der Schweiz fehlen Geschenke und Abos, weil das Land auf keiner der beiden Länderlisten steht. Gleich sind dagegen die Wege außerhalb von Instagrams Kasse: Kooperationen mit Marken, Provisionen aus Affiliate-Links, eigene Produkte und Dienstleistungen funktionieren in beiden Ländern, weil hier nicht Instagram zahlt, sondern dein Kunde. Bei Prämien nennt Instagram für kein Land eine feste Freigabe, also auch nicht für Deutschland oder die Schweiz. Die Tabelle zeigt den Stand der Hilfeseiten. Weil Meta laut eigenen Richtlinien den Zugriff auf die Geld-Funktionen jederzeit ändern kann, zeigt nur deine App, was für dein Konto gerade gilt.
| Weg | Schweiz | Deutschland | Voraussetzung laut Instagram |
|---|---|---|---|
| Geschenke auf Reels | nicht in der Länderliste | in der Länderliste | professionelles Konto, ab 18, ab 500 Followern |
| Abos | nicht in der Länderliste | in der Länderliste | professionelles Konto, ab 18, ab 10.000 Followern |
| Prämien | keine Länder genannt | keine Länder genannt | Einladung per Zufallsauswahl |
| Branded Content, Partnership Ads | möglich, Einschränkung bei werbefreiem Abo | möglich, Einschränkung bei werbefreiem Abo | professionelles Konto, etablierte Präsenz |
| Affiliate, Produkte, Dienstleistung | möglich | möglich | keine Instagram-Schwelle |
Länderlisten geprüft am 30.10.2026, übrige Angaben aus der Instagram-Hilfe vom 24.10.2026. Wie die Lage in Österreich aussieht, wo Geschenke und Abos verfügbar sind, steht in Mit Instagram Geld verdienen in Österreich.
Wie kann man in der Schweiz mit Instagram Geld verdienen?
In der Schweiz verdienst du mit Instagram über vier Wege, die ohne Instagrams Länderlisten auskommen. Der erste sind Kooperationen mit Marken: Eine Firma zahlt dir ein Honorar oder gibt dir ein Produkt, und du zeigst es in einem Reel, einer Story oder einem Beitrag. Der zweite sind Affiliate-Links: Du empfiehlst ein Produkt mit einem persönlichen Link und bekommst eine Provision, wenn jemand darüber kauft. Der dritte sind eigene Produkte wie Vorlagen, Kurse oder Rezepthefte, bei denen du den Preis selbst festlegst. Der vierte sind Dienstleistungen wie Fotografie, Training, Beratung oder Videoschnitt, für die dein Profil die Arbeitsprobe ist. Alle vier Wege funktionieren auch mit kleinem Publikum, wenn es zu deinem Angebot passt. Schreibst du auf Deutsch, kann dein Publikum auch in Deutschland und Österreich sitzen. Prüf deshalb in deinen Insights die Top-Länder und Top-Städte deines Publikums, denn eine Zürcher Marke zahlt für Zuschauer in der Schweiz, eine deutsche Marke für Zuschauer in Deutschland.
- Professionelles Konto einrichten. Branded Content und das Professional Dashboard setzen ein professionelles Konto voraus.
- Publikum prüfen. Top-Länder, Top-Städte und Altersgruppen aus den Insights notieren.
- Ein Angebot festlegen. Dienstleistung, Produkt oder Affiliate-Link zu etwas, das du selbst nutzt.
- Preis von unten rechnen. Konzept, Dreh, Schnitt, Abstimmung, Nutzungsrechte und die Abgaben, die nie bei dir bleiben.
- Währung klären. Leg vor jedem Auftrag fest, ob du in Franken oder in Euro abrechnest.
Wie ein Honorar entsteht und was Nutzungsrechte kosten, steht in Instagram Kooperation Preise. Was eine Marke an deinen Zahlen prüft, erklärt Instagram Engagement Rate. Den Überblick über alle Einnahmequellen findest du in Mit Instagram Geld verdienen.
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Zum AngebotAHV auf Instagram-Einnahmen: was das Merkblatt sagt
Ob du für deine Instagram-Einnahmen AHV-Beiträge als selbstständigerwerbende Person zahlst, entscheidet in der Schweiz die Ausgleichskasse im Einzelfall. Das steht im offiziellen Merkblatt 2.02 der AHV/IV, Stand 01.01.2026. Als selbstständigerwerbend gilt laut Merkblatt, wer unter eigenem Namen und auf eigene Rechnung arbeitet und sein eigenes wirtschaftliches Risiko trägt. Hinweise darauf sind zum Beispiel ein Auftritt mit Firmennamen, Rechnungen in eigenem Namen und die Arbeit für mehrere Auftraggeber. Wer selbstständig erwerbend ist, zahlt die Beiträge an AHV, IV und EO komplett selbst: zusammen 10,0 % des Einkommens, davon 8,1 % AHV, 1,4 % IV und 0,5 % EO. Für Jahreseinkommen unter 60.500 Franken gilt ein tieferer Satz, die sinkende Beitragsskala. Unter 10.100 Franken zahlst du den Mindestbeitrag von 530 Franken. Für Instagram-Einsteiger am wichtigsten: Übst du die selbstständige Tätigkeit im Nebenberuf aus und liegt das Jahreseinkommen bei höchstens 2.500 Franken, werden Beiträge nur auf deinen Wunsch erhoben.
So liest du die Tabelle des Merkblatts mit deinen eigenen Zahlen: Verdienst du nebenberuflich 2.000 Franken im Jahr, liegst du unter der Grenze von 2.500 Franken. Verdienst du 40.000 Franken, gilt laut Tabelle ein Satz von 6,728 %. Das sind 2.691,20 Franken, vor dem Abzug für investiertes Eigenkapital und ohne Verwaltungskosten, die laut Merkblatt bis zu 5 % der Beiträge ausmachen. Die genaue Zahl setzt deine Ausgleichskasse fest.
Instagram Geld verdienen und Steuern: Mehrwertsteuer in der Schweiz
Mehrwertsteuerpflichtig wirst du in der Schweiz laut Eidgenössischer Steuerverwaltung ab 100.000 Franken Umsatz aus Leistungen im In- und Ausland, die nicht von der Steuer ausgenommen sind. Die Grenze gilt für Unternehmen allgemein, also auch für Creators mit selbstständiger Tätigkeit. Unter dieser Grenze bist du nicht obligatorisch mehrwertsteuerpflichtig. Wichtig ist das Wort Umsatz: Gezählt wird, was du einnimmst, nicht was nach den Kosten übrig bleibt. Wer mit Kooperationen, Provisionen und eigenen Produkten zusammen über die Grenze kommt, rechnet alle Einnahmen zusammen. Steuerpflichtig ist laut Steuerverwaltung ein Unternehmen, das selbstständig einer beruflichen oder gewerblichen Tätigkeit nachgeht, unter eigenem Namen nach außen auftritt und auf die nachhaltige Erzielung von Einnahmen ausgerichtet ist. Die Regel aus Deutschland, die Kleinunternehmerregelung, gilt in der Schweiz nicht, weil die Schweiz ihr eigenes Mehrwertsteuergesetz hat. Für die Einkommenssteuer auf deine Instagram-Einnahmen ist dein kantonales Steueramt zuständig. Leg von Anfang an ein eigenes Konto für alle Einnahmen und Ausgaben rund um Instagram an und sammle jeden Beleg, auch für Produkte, die du von Marken bekommst.
Die Lage in Deutschland erklären Steuern für Influencer und der Beitrag zu Einnahmen aus Reels: Mit Instagram Reels Geld verdienen.
Werbung kennzeichnen als Schweizer Creator
Werbung auf Instagram kennzeichnest du in der Schweiz so, dass jeder sofort sieht, dass es Werbung ist. Die Schweizerische Lauterkeitskommission schreibt das in ihrem Grundsatz B.15 „Erkennbarkeit von kommerzieller Kommunikation“, Fassung vom 01.01.2025, ausdrücklich auch für Benutzerkonten auf Social-Media-Plattformen. Kommerzielle Kommunikation ist danach unlauter, wenn sie nicht eindeutig als solche erkennbar und vom übrigen Inhalt klar getrennt ist. Ist ein Beitrag nicht eindeutig als Werbung erkennbar, legst du die Beziehung zur Marke offen. Das gilt laut Grundsatz besonders dann, wenn die Marke Sponsoring, vergleichbare Entgelte oder Sachleistungen gibt. Ein Produkt, das du geschenkt bekommst, ist also genauso ein Fall für die Kennzeichnung wie ein Honorar. Praktisch heißt das: ein klares Wort wie Werbung am Anfang der Bildunterschrift, lesbar auch in Stories und Reels, dazu das Branded Content Tool von Instagram für den Beitrag. Richtest du Kooperationen an Publikum in Deutschland, beachtest du zusätzlich § 5a Abs. 4 UWG.
Gekaufte Views auf einem Schweizer Konto
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Zum AngebotHäufige Fragen
Kann man in der Schweiz mit Instagram Geld verdienen?
Ja. Kooperationen mit Marken, Affiliate-Links, eigene Produkte und Dienstleistungen funktionieren in der Schweiz wie in Deutschland, weil dort nicht Instagram zahlt, sondern deine Kundschaft. Instagram-Geschenke und Abos stehen für die Schweiz dagegen nicht auf den Länderlisten der Instagram-Hilfe, Stand 30.10.2026.
Gibt es Instagram-Geschenke und Abos in der Schweiz?
Laut Instagram-Hilfe nicht. Die Länderlisten für Geschenke und für Abos nennen je 49 Länder, darunter Deutschland und Österreich, aber nicht die Schweiz. Instagrams Monetarisierungsrichtlinien verlangen, dass du dich in einem Land aufhältst, in dem das Tool verfügbar ist. Was dein Konto freigeschaltet hat, zeigt deine App.
Ab wie vielen Followern kann man auf Instagram Geld verdienen?
Instagram nennt 500 Follower für Geschenke und 10.000 Follower für Abos, jeweils mit professionellem Konto und ab 18 Jahren. In der Schweiz sind beide Tools nicht in der Länderliste. Für Kooperationen, Affiliate-Links und eigene Angebote gibt es keine Follower-Grenze, dort zählt ein passendes Publikum.
Muss ich in der Schweiz AHV auf Instagram-Einnahmen zahlen?
Das entscheidet deine Ausgleichskasse im Einzelfall. Laut Merkblatt 2.02, Stand 01.01.2026, zahlen Selbstständigerwerbende zusammen 10,0 % an AHV, IV und EO, unter 60.500 Franken Jahreseinkommen weniger. Liegt dein Einkommen aus einer nebenberuflichen selbstständigen Tätigkeit bei höchstens 2.500 Franken im Jahr, werden Beiträge nur auf Wunsch erhoben.
Ab wann muss ich in der Schweiz Mehrwertsteuer abrechnen?
Laut Eidgenössischer Steuerverwaltung ab 100.000 Franken Umsatz aus Leistungen im In- und Ausland, die nicht von der Steuer ausgenommen sind. Gezählt wird der Umsatz, nicht der Gewinn. Rechne deshalb Honorare, Provisionen und Verkäufe zusammen. Die deutsche Kleinunternehmerregelung gilt in der Schweiz nicht.
Wie kennzeichne ich Werbung als Schweizer Creator?
Eindeutig und gleich zu Beginn. Die Schweizerische Lauterkeitskommission verlangt in Grundsatz B.15, dass kommerzielle Kommunikation auch auf Social-Media-Konten klar erkennbar ist und die Beziehung zur Marke offengelegt wird, besonders bei Sachleistungen. Schreib Werbung an den Anfang und nutze zusätzlich das Branded Content Tool von Instagram.