Ein Redaktionsplan für Instagram ist eine Tabelle mit einer Zeile pro Beitrag. Für den Start reichen sieben Spalten: Datum, Format, Thema, Kernaussage, Aufforderung, Hashtags und Status. Du füllst ihn einmal im Monat in Ruhe aus und arbeitest ihn danach Zeile für Zeile ab. Das Veröffentlichen selbst erledigt später die Planungsfunktion der App.
Was ist ein Redaktionsplan für Social Media?
Ein Redaktionsplan für Social Media ist eine Übersicht darüber, welche Inhalte du wann auf welchem Kanal zeigst und welches Ziel jeder Inhalt hat. Er beantwortet drei Fragen auf einen Blick: Was kommt als Nächstes? Warum kommt es? Ist es schon fertig? Der Redaktionsplan für Instagram ist die Version für einen einzigen Kanal, mit den Formaten, die Instagram bietet: Reel, Karussell, Einzelbild und Story. Er trennt zwei Arbeiten, die schlecht zusammenpassen. Das Denken, also Themen sammeln und verteilen, machst du einmal im Monat mit Ruhe. Das Machen, also Text schreiben, filmen und hochladen, passiert danach schnell, weil das Thema schon feststeht. Ein Redaktionsplan ist dabei etwas anderes als die Planungsfunktion der App. Der Plan legt fest, was erscheint. Die Planungsfunktion sorgt nur dafür, dass ein fertiger Beitrag zur gewählten Uhrzeit online geht. Wie dieser Schalter funktioniert, steht im Beitrag zur Planungsfunktion bei Instagram.
Der größte Nutzen zeigt sich nach ein paar Wochen. In der Tabelle siehst du sofort, wenn drei Karussells hintereinander kommen oder dasselbe Thema zum vierten Mal auftaucht. Im Profil fällt das erst auf, wenn es zu spät ist.
Redaktionsplan Social Media Vorlage: diese Spalten brauchst du
Eine gute Vorlage für den Redaktionsplan ist kurz. Je mehr Spalten eine Vorlage hat, desto mehr davon bleiben im Alltag leer. Fang deshalb mit sieben Spalten an und ergänze erst, wenn dir etwas zweimal gefehlt hat. Die wichtigste Spalte ist die Kernaussage. Sie zwingt dich, vor dem Schreiben einen ganzen Satz zu formulieren. „Instagram Bio“ ist ein Thema, aber keine Aussage. „Deine Bio sagt in einer Zeile, für wen du da bist“ ist eine Aussage, und der Beitrag schreibt sich danach fast von selbst. Die Spalte Hashtags hat 2026 eine klare Grenze: Instagram erlaubt laut Hilfebereich bis zu fünf Hashtags pro Beitrag. Plane also fünf passende statt dreißig beliebige. Die Spalte Status zeigt, was noch offen ist. Die Vorlage unten ist kostenlos: Tippe die Spaltenköpfe in die erste Zeile einer leeren Tabelle, und dein Plan steht. Eine Datei zum Herunterladen brauchst du dafür nicht.
| Spalte | Was hineingehört | Warum sie wichtig ist |
|---|---|---|
| Datum | Tag, an dem der Beitrag erscheint | ordnet alles andere |
| Format | Reel, Karussell, Einzelbild, Story | zeigt, ob ein Format überwiegt |
| Thema | ein kurzer Satz | macht die Idee wiederfindbar |
| Kernaussage | was jemand danach weiß oder tut | verhindert Beiträge ohne Punkt |
| Aufforderung | speichern, kommentieren, teilen, Link in der Bio | gibt jedem Beitrag ein Ende |
| Hashtags | bis zu fünf passende Begriffe | hilft der Suche, ohne Überladen |
| Status | Idee, in Arbeit, fertig, geplant, online | zeigt, was noch fehlt |
Spalten, die du später ergänzen kannst: Ton oder Musik, Partnerkonto, Anlass, verantwortliche Person und eine Notiz für die Auswertung. Plane Kennzahlen nicht vorher ein. Eine erwartete Zahl in der Tabelle macht dich hinterher eher enttäuscht als klüger.
Redaktionsplan Social Media Beispiel: eine ausgefüllte Woche
So sieht eine ausgefüllte Woche im Redaktionsplan für Instagram aus, hier für ein kleines Café, das drei Beiträge pro Woche und ein paar Stories zeigt. Jede Zeile hat eine eigene Aussage, die Formate wechseln sich ab, und jeder Beitrag endet mit einer klaren Bitte an die Leser. Der große Beitrag der Woche ist das Reel am Montag. Er macht die meiste Arbeit und wird deshalb am Wochenende vorher gedreht. Das Karussell am Mittwoch ist nützlich und lässt sich gut speichern. Das Einzelbild am Freitag ist schnell gemacht und persönlich. Die Stories brauchen keine eigene Kernaussage, sie begleiten den Alltag. Eine Zeile bleibt bewusst offen. Sie ist für das, was spontan passiert, etwa eine neue Torte oder ein Regentag mit leerem Laden. Ohne diese Lücke wird jeder gute Einfall zum Bruch des Plans. Übertrage die Woche auf dein Thema: Ersetze Café durch Fitness, Mode oder Handwerk, und das Muster bleibt gleich.
| Tag | Format | Kernaussage | Aufforderung | Status |
|---|---|---|---|---|
| Montag | Reel | So entsteht unser Hefezopf in 30 Sekunden | Teile es mit jemandem, der Sonntag Frühstück macht | geplant |
| Dienstag | Story | Umfrage: süß oder herzhaft? | abstimmen | fertig |
| Mittwoch | Karussell | Fünf Kaffeesorten und wofür sie passen | speichern für den nächsten Besuch | in Arbeit |
| Donnerstag | frei | spontan | — | offen |
| Freitag | Einzelbild | Das Team hinter der Theke | sag uns Hallo in den Kommentaren | Idee |
| Samstag | Story | Blick in die volle Kuchenvitrine | Link in der Bio zur Vorbestellung | Idee |
Woher die Ideen für solche Zeilen kommen, zeigt die Liste mit Content-Ideen für Instagram. Wie die Woche danach als Raster im Profil aussieht, prüfst du mit dem Beitrag zum Instagram Feed planen.
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Zum AngebotIm Plan steht auch, welcher Beitrag der wichtigste der Woche ist. Manche geben genau diesem Beitrag einen Startwert an Likes, damit er nicht leer aussieht, wenn die ersten Besucher kommen. Gekaufte Likes erhöhen nur die Zahl unter diesem einen Beitrag. Sie bringen keine Reichweite, keine Follower und keine Kunden, und Instagram schreibt, dass es vermeidet, Konten zu empfehlen, die etwa gekaufte Likes genutzt haben. Was dahinter steckt, steht auf der Seite Instagram Likes kaufen. Wie Likes ohne Kauf wachsen, erklärt der Beitrag mehr Instagram Likes bekommen.
In fünf Schritten zum Monatsplan
Ein Monatsplan für Instagram entsteht in einer einzigen Sitzung von etwa einer Stunde, wenn du in fester Reihenfolge arbeitest. Zuerst trägst du alles ein, was sich nicht verschieben lässt: Feiertage, Aktionen, Termine, Urlaub. Danach legst du den Rhythmus fest, also wie viele Beiträge pro Woche du drei Monate lang durchhältst. Im dritten Schritt verteilst du die Formate, sodass nie zwei gleiche hintereinander stehen. Erst im vierten Schritt kommen die Themen aus deiner Ideenliste in die Zeilen, jedes mit einer Kernaussage. Zum Schluss markierst du die Beiträge, die du von Hand teilen musst. Das sind laut Instagram-Hilfe alle Beiträge mit Produktmarkierung, Collab-Partner, Anzeige oder Spendenaktion, denn diese lassen sich nicht vorplanen. Ein Monat ist dabei die richtige Länge: Die Planungsfunktion der App plant höchstens 30 Tage im Voraus. Was weiter weg liegt, steht nur grob im Plan. So passen Plan und App zusammen.
- Feste Termine zuerst. Feiertage, Aktionen, Urlaub, Veranstaltungen.
- Rhythmus festlegen. Zum Beispiel drei Beiträge pro Woche plus Stories. Wie oft für dich passt, klärt der Beitrag wie oft auf Instagram posten.
- Formate verteilen. Reel, Karussell, Einzelbild im Wechsel. Ein großer Beitrag pro Woche, der Rest schnell gemacht.
- Themen mit Kernaussage eintragen. Aus der Ideenliste, nicht aus dem Nichts.
- Sonderfälle markieren. Collab-Beiträge und Beiträge mit Produktmarkierung bekommen den Status „von Hand teilen“.
Wer professionell arbeitet, kann eine Zeile im Monat für ein Test-Reel reservieren. Test-Reels zeigt Instagram zuerst Menschen, die dir noch nicht folgen. Laut Hilfebereich brauchst du dafür ein professionelles Konto. Wie das funktioniert, steht im Beitrag zu Trial Reels auf Instagram.
Redaktionsplan Social Media Excel, Google Tabellen oder Tool?
Für die meisten Instagram-Konten reicht eine Tabelle, ob in Excel oder in Google Tabellen. Beide können alles, was ein Redaktionsplan braucht: sortieren, filtern und Zeilen einfärben. Excel ist gut, wenn du allein arbeitest und die Datei auf deinem Rechner liegt. Google Tabellen ist besser, sobald zwei Personen am Plan arbeiten, denn dann gibt es nur eine Version der Datei. Zwei Versionen derselben Datei bringen einen Plan schnell durcheinander. Baue die Datei mit drei Blättern auf. Blatt eins ist der Plan mit den sieben Spalten. Blatt zwei ist eine lange Ideenliste ohne Datum. Jede Idee landet sofort dort, auch unterwegs. Blatt drei sammelt Bausteine, die sich bewährt haben, etwa feste Rubriken oder Satzanfänge. Färbe die Zeilen nach Format ein, dann siehst du in zwei Sekunden, ob ein Monat einseitig ist. Ein eigenes Planungstool lohnt sich erst, wenn ein Team Beiträge freigeben muss.
| Lösung | Passt für | Stärke | Grenze |
|---|---|---|---|
| Excel | eine Person | offline, schnell | schlecht zu teilen |
| Google Tabellen | zwei bis fünf Personen | eine gemeinsame Version | braucht ein Google-Konto |
| Planungstool | Teams mit Freigaben | Kalender und Freigabe in einem | Einarbeitung, oft Kosten |
| Papierkalender | Einsteiger | immer sichtbar | kein Filter, keine Suche |
Den Redaktionsplan pflegen und auswerten
Ein Redaktionsplan bleibt nur nützlich, wenn du ihn einmal im Monat mit den Zahlen aus Instagram abgleichst. Die Konto-Insights bieten in der App die Zeiträume letzte 7, 14 und 30 Tage, letzter Monat und letzte 90 Tage, so steht es im Hilfebereich. Der 30-Tage-Zeitraum passt genau zu einem Monatsplan. Schau dabei nicht auf einzelne Beiträge, sondern auf Muster. Welches Format hat die meisten Aufrufe gebracht? Welche Kernaussage wurde gespeichert oder geteilt? Welches Thema hast du dreimal verschoben? Das verschobene Thema fliegt raus, denn es passt offenbar nicht zu dir. Trag nach jedem Beitrag den Status „online“ ein. Das dauert zehn Sekunden, aber ein Plan, in dem der Status nie umspringt, wird nach drei Wochen ignoriert. Und kürze, wenn es klemmt: Wer drei Wochen hinterherhinkt, hat einen zu vollen Plan, nicht zu wenig Disziplin. Eine Zeile pro Woche weniger, und der Plan trägt wieder.
Wie du die Zahlen in den Insights liest, erklärt der Beitrag Instagram Insights verstehen. Welche Rate an Reaktionen für dein Konto stimmig ist, rechnest du mit dem Beitrag zur Instagram Engagement Rate aus.
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Zum AngebotHäufige Fragen zum Redaktionsplan für Instagram
Was ist ein Redaktionsplan Social Media?
Ein Redaktionsplan für Social Media ist eine Übersicht, welche Inhalte wann auf welchem Kanal erscheinen und welches Ziel jeder Inhalt hat. Meist ist er eine Tabelle mit einer Zeile pro Beitrag. Er trennt das Planen der Themen vom Erstellen der Beiträge, damit du nicht jeden Tag neu überlegen musst, was du postest.
Gibt es eine kostenlose Redaktionsplan Vorlage für Instagram?
Ja, du baust sie dir in einer Minute selbst. Lege in Excel oder Google Tabellen die Spalten Datum, Format, Thema, Kernaussage, Aufforderung, Hashtags und Status an. Ein zweites Blatt dient als Ideenliste. Mehr braucht die Vorlage für den Start nicht, und sie kostet nichts.
Excel oder Google Tabellen: was ist besser für den Redaktionsplan?
Arbeitest du allein, reicht Excel. Arbeiten zwei oder mehr Personen am Plan, nimm Google Tabellen, denn dann gibt es nur eine Version der Datei. Beide können sortieren, filtern und Zeilen einfärben. Ein eigenes Planungstool lohnt sich erst, wenn ein Team Beiträge vor dem Veröffentlichen freigeben muss.
Wie weit im Voraus plane ich meine Instagram Beiträge?
Plane einen Monat genau und die Zeit danach grob. Ein Monat passt zur Planungsfunktion der Instagram-App, die Beiträge bis zu 30 Tage im Voraus plant. Wer drei Monate im Detail plant, wirft viel wieder weg, weil sich Anlässe, Zahlen und Ideen ändern. Feste Termine trägst du trotzdem früh ein.
Wie viele Beiträge pro Woche gehören in den Plan?
So viele, wie du drei Monate am Stück durchhältst. Drei gute Beiträge pro Woche schlagen sieben hastige. Plane lieber zu wenig und ergänze spontan. Halte außerdem eine Zeile pro Woche frei, damit spontane Ideen Platz haben, ohne den ganzen Plan durcheinanderzubringen.
Was ist der Unterschied zwischen Redaktionsplan und Planungsfunktion?
Der Redaktionsplan legt fest, was wann mit welcher Aussage erscheint. Er ist deine Tabelle. Die Planungsfunktion ist ein Schalter in der Instagram-App, der einen fertigen Beitrag zu einer gewählten Uhrzeit veröffentlicht. Du brauchst beides: Der Plan liefert die Inhalte, die App setzt sie pünktlich um.
Bringt ein Redaktionsplan mehr Reichweite?
Nicht direkt. Instagram sieht deinen Plan nicht. Der Plan sorgt dafür, dass du regelmäßig postest, dich seltener wiederholst und mehr Zeit für jeden Beitrag hast. Ob daraus mehr Reichweite wird, entscheidet der Inhalt selbst und wie die Menschen darauf reagieren, die ihn sehen.