Die kurze Antwort: Auf Instagram darfst du Bilder posten, die du selbst gemacht hast, für die du eine Lizenz hast oder für die dir die Urheberin eine Erlaubnis gegeben hat. Eine Quellenangabe ersetzt diese Erlaubnis nicht. Erkennbare Personen müssen der Veröffentlichung zustimmen. Instagram wird durch den Upload nicht Eigentümer deiner Fotos.
Wem gehört ein Foto auf Instagram?
Ein Foto auf Instagram gehört rechtlich der Person, die es aufgenommen hat, nicht der Person, die es hochlädt, und nicht der Person, der das Handy gehört. Das Urheberrechtsgesetz schützt auch einfache Fotos: Nach § 72 UrhG stehen die Rechte an einem Lichtbild dem Lichtbildner zu, also dem Menschen, der ausgelöst hat. Du musst dafür nichts anmelden, kein Wasserzeichen setzen und nichts eintragen. Der Schutz einfacher Lichtbilder endet fünfzig Jahre nach dem Erscheinen. Wichtig ist der Unterschied zwischen Urheberrecht und Nutzungsrecht. Das Urheberrecht selbst ist nach § 29 UrhG nicht übertragbar, außer im Erbfall. Erlaubt ist aber, anderen Nutzungsrechte einzuräumen, also die Erlaubnis, ein Bild auf bestimmte Weise zu verwenden. Darum geht es in fast jedem Streit. Praktisch heißt das: Fotografiert dich jemand bei einem bezahlten Shooting, darfst du die Bilder nur so nutzen, wie ihr es vereinbart habt. Steht „Social Media“ nicht in der Vereinbarung, ist Instagram nicht automatisch dabei. Umgekehrt entscheidest du über deine eigenen Aufnahmen.
| Begriff | Was er bedeutet | Wer ihn hat |
|---|---|---|
| Urheberrecht | das Recht an der eigenen Aufnahme, nicht übertragbar | wer das Foto gemacht hat |
| Nutzungsrecht | die Erlaubnis, ein Bild auf bestimmte Weise zu verwenden | wem es eingeräumt wurde |
| Recht am eigenen Bild | Zustimmung zur Veröffentlichung eines Bildnisses | wer erkennbar zu sehen ist |
| Lizenz für Instagram | Nutzung deiner Inhalte im Dienst | Instagram, laut Nutzungsbedingungen |
Was Instagram mit deinen Bildern darf
Instagram darf deine Bilder im Rahmen einer Lizenz nutzen, wird aber nicht ihr Eigentümer. In den Nutzungsbedingungen steht ausdrücklich: „Wir beanspruchen nicht das Eigentum an deinen Inhalten“. Gleichzeitig räumst du Instagram mit dem Upload eine nicht-exklusive, gebührenfreie, übertragbare, unterlizenzierbare und weltweite Lizenz ein. Nicht-exklusiv heißt, dass du dasselbe Bild weiter überall sonst nutzen und auch verkaufen darfst. Gebührenfrei heißt, dass Instagram dich dafür nicht bezahlt. Diese Lizenz endet laut den Bedingungen, wenn deine Inhalte aus den Systemen von Instagram gelöscht werden. Ein zweiter Punkt in den Nutzungsbedingungen betrifft dich direkt: Du sicherst zu, dass du alle erforderlichen Rechte an den Inhalten besitzt, die du postest oder teilst. Außerdem verbieten die Bedingungen alles, was die Rechte anderer verletzt, einschließlich der Rechte an geistigem Eigentum. Lädst du ein fremdes Foto ohne Erlaubnis hoch, verletzt du also das Urheberrecht der anderen Person und zugleich die Regeln der Plattform. Instagram kann solche Inhalte entfernen.
Urheberrecht: fremde Bilder posten
Fremde Bilder darfst du auf Instagram nur posten, wenn du dafür eine Erlaubnis hast. Instagram sagt das in seinem Hilfebereich deutlich: Du darfst nur Inhalte posten, die nicht gegen die Rechte am geistigen Eigentum einer anderen Person verstoßen, und am besten postest du nur Inhalte, die du selbst erstellt hast. Dieselbe Hilfeseite zählt Fälle auf, in denen ein Upload trotzdem das Urheberrecht verletzen kann. Dazu gehört, dass du die Inhaberin der Urheberrechte namentlich genannt hast, dass du einen Disclaimer daruntergeschrieben hast, dass du keinen Gewinn erzielen wolltest, dass du das Werk verändert oder eigenes Material hinzugefügt hast, dass du die Inhalte im Internet gefunden hast oder dass andere sie schon gepostet haben. Ein Filter, ein neuer Ausschnitt oder eine Collage machen aus einem fremden Foto also kein eigenes. Auf der sicheren Seite bist du mit drei Quellen: eigene Aufnahmen, Bilder aus einer Bilddatenbank, deren Lizenzbedingungen du gelesen hast, und eine schriftliche Freigabe der Urheberin. Lies bei kostenlosen Lizenzen genau nach, ob sie eine Namensnennung verlangen oder gewerbliche Nutzung ausschließen.
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Zum AngebotBildrechte beim Instagram-Repost
Bildrechte beim Instagram-Repost hängen davon ab, wie du teilst. Lädst du ein fremdes Foto oder Video als eigene Kopie neu hoch, veröffentlichst du es selbst. Dafür brauchst du die Erlaubnis der Urheberin, auch wenn du sie markierst und in der Bildunterschrift nennst. Die Markierung ist ein Zeichen von Anstand, aber keine Zustimmung. Das Urheberrechtsgesetz gibt der Urheberin in § 13 außerdem das Recht, zu bestimmen, ob und wie sie als Urheberin genannt wird. Erlaubnis und Nennung gehören also beide dazu. Anders liegt der Fall, wenn du die Teilen-Funktion von Instagram nutzt. Dann zeigst du den Originalbeitrag mit dem Originalkonto, statt eine Kopie hochzuladen. Für das Neu-Hochladen holst du dir die Erlaubnis per Direktnachricht und hebst sie auf. Ein Herz-Emoji auf deine Anfrage ist kein belastbares Ja. Frag konkret, welches Bild, wo du es zeigen willst und ob du es zuschneiden darfst. Je klarer die Antwort, desto besser bist du später abgesichert.
- Anfragen: welches Bild, welcher Ort (Beitrag, Story, Werbung), ob du es zuschneiden darfst.
- Klares Ja abwarten: in Worten, nicht als Reaktion.
- Antwort sichern: Bildschirmfoto mit Datum und Kontoname.
- Quelle nennen: Markierung im Bild und Name in der Bildunterschrift, so wie vereinbart.
- Nichts Wesentliches ändern: keine Filter oder Texte, denen die Urheberin nicht zugestimmt hat.
Wie Teilen und Reposten technisch funktionieren, steht im Ratgeber zum Instagram-Repost. Für Stories gibt es eine eigene Anleitung: Story reposten auf Instagram.
Personen im Bild: Recht am eigenen Bild
Das Recht am eigenen Bild schützt die Menschen, die auf einem Foto zu sehen sind, unabhängig davon, wer es gemacht hat. Es steht im Kunsturhebergesetz. § 22 KUG sagt: Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden. Mit einem Instagram-Beitrag zeigst du ein Bild anderen Menschen. Hat die Person für die Aufnahme Geld bekommen, gilt die Einwilligung im Zweifel als erteilt. § 23 KUG nennt Ausnahmen, in denen keine Einwilligung nötig ist: Bildnisse aus dem Bereich der Zeitgeschichte, Bilder, auf denen Personen nur als Beiwerk neben einer Landschaft oder Örtlichkeit erscheinen, und Bilder von Versammlungen und ähnlichen Vorgängen. Diese Ausnahmen gelten aber nicht, wenn ein berechtigtes Interesse der abgebildeten Person verletzt wird. Beiwerk heißt: Die Menschen spielen für das Motiv keine Rolle. Sobald jemand im Mittelpunkt steht, greift die Ausnahme nicht. Bei Kindern holst du die Einwilligung der Eltern ein. Praktisch kostet die Frage „Darf ich das posten?“ fünf Sekunden und erspart dir den Streit danach.
Urheberrecht bei Reels: Musik und Clips
Das Urheberrecht bei Instagram Reels betrifft nicht nur Bilder, sondern auch Musik, Film- und Serienausschnitte und fremde Videos. Für Musik gilt dieselbe Regel wie für Fotos: Ein Song ist ein geschütztes Werk. Der Instagram-Hilfebereich nennt ausdrücklich den Fall, dass du ein Lied gekauft oder heruntergeladen hast, als Beispiel für eine mögliche Urheberrechtsverletzung. Ein gekaufter Song gibt dir also nicht das Recht, ihn in einem Reel zu veröffentlichen. Den sicheren Weg bietet die Musikauswahl in der App oder Musik, für die du eine passende Lizenz hast. Ausschnitte aus Filmen, Serien, Spielen oder fremden Reels sind ebenso geschützt. Dass Instagram voll davon ist, ändert daran nichts. Ein enger Sonderfall ist § 51a UrhG: Er erlaubt die Nutzung veröffentlichter Werke für Karikatur, Parodie und Pastiche. Ein einfacher Reupload mit neuem Text ist keiner dieser Zwecke. Wer ein Meme oder eine Parodie baut, setzt sich erkennbar selbst mit dem Original auseinander. Im Zweifel nutzt du eigenes Material, dann stellt sich die Frage gar nicht.
Was die Musikbibliothek abdeckt und was nicht, erklärt Musik auf Instagram verwenden.
Abmahnung oder geklautes Bild: was tun?
Eine Abmahnung wegen Urheberrecht auf Instagram ist ein Schreiben, in dem die Rechteinhaberin dich auffordert, eine Nutzung zu unterlassen, meist mit einer Unterlassungserklärung und einer Kostenforderung. § 97a UrhG legt fest, was eine Abmahnung unter anderem enthalten muss: Sie muss die Rechtsverletzung genau bezeichnen, Schadensersatz und Kosten aufschlüsseln und den Verletzten nennen, wenn ein Vertreter schreibt. Eine Abmahnung, die das nicht erfüllt, ist unwirksam. Für Privatpersonen, die ein Werk nicht gewerblich nutzen und noch nicht zur Unterlassung verpflichtet sind, begrenzt das Gesetz die erstattungsfähigen Anwaltsgebühren auf einen Gegenstandswert von 1.000 € für Unterlassung und Beseitigung, außer dieser Wert ist im Einzelfall unbillig. Ignorieren ist der schlechteste Weg, denn die Abmahnung setzt dir eine Frist. Unterschreib eine vorformulierte Erklärung nicht ungeprüft, sondern lass sie von einer Anwältin für Urheberrecht ansehen. Ist es umgekehrt dein Bild, das jemand ohne Erlaubnis nutzt, kannst du das laut Instagram-Hilfebereich über ein eigenes Formular melden. Vorher sicherst du Beweise.
- Beweise sichern: Bildschirmfoto mit Datum, Link zum Beitrag, Kontoname.
- Urheberschaft belegen: Original in voller Auflösung oder Rohdatei bereithalten.
- Freundlich anschreiben: um Löschung oder korrekte Nennung bitten.
- Bei Instagram melden: über das Formular für Urheberrechtsverletzungen im Hilfebereich.
- Beraten lassen: wenn sich der Fall wiederholt oder jemand mit deinem Bild Geld verdient.
Wer gewerblich postet, braucht außerdem ein Impressum. Wie das auf Instagram aussieht, steht unter Instagram Impressum. Dieser Ratgeber erklärt den Gesetzestext, im Streitfall ersetzt er keine anwaltliche Beratung.
Und weil wir selbst Likes verkaufen, eine ehrliche Einordnung: Gekaufte Likes gehören nur unter Beiträge mit Bildern, an denen du die Rechte hast. Sie erhöhen die Zahl unter genau einem Beitrag, mehr nicht. Sie klären keine Bildrechte und schützen nicht vor einer Abmahnung. Mehr Reichweite oder Follower versprechen wir nicht. Wo du die Likes eines Beitrags siehst, erklärt Likes auf Instagram sehen, und wie Reaktionen ohne Kauf wachsen, steht unter Instagram Engagement steigern.
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Zum AngebotHäufige Fragen
Darf ich fremde Bilder auf Instagram posten, wenn ich die Quelle nenne?
Nein, die Quellenangabe allein reicht nicht. Der Instagram-Hilfebereich nennt das namentliche Nennen der Urheberin ausdrücklich als Fall, in dem trotzdem eine Urheberrechtsverletzung vorliegen kann. Du brauchst eine Erlaubnis, eine passende Lizenz oder eigene Aufnahmen. Die Nennung kommt zusätzlich dazu, wenn die Urheberin sie wünscht.
Gehört mein Foto nach dem Upload noch mir?
Ja. Instagram schreibt in den Nutzungsbedingungen, dass es kein Eigentum an deinen Inhalten beansprucht. Du räumst Instagram aber eine nicht-exklusive, gebührenfreie, übertragbare, unterlizenzierbare und weltweite Lizenz ein. Sie endet, wenn deine Inhalte aus den Systemen von Instagram gelöscht werden. Du darfst dein Foto weiter überall sonst nutzen.
Brauche ich für Personen im Bild eine Erlaubnis?
In der Regel ja. Nach § 22 KUG dürfen Bildnisse nur mit Einwilligung der abgebildeten Person verbreitet oder öffentlich gezeigt werden. Ausnahmen nach § 23 KUG gelten etwa für Personen als bloßes Beiwerk neben einer Landschaft oder für Bilder von Versammlungen, aber nicht, wenn ein berechtigtes Interesse der Person verletzt wird. Bei Kindern holst du die Einwilligung der Eltern ein.
Ist ein Repost auf Instagram erlaubt?
Ein Repost als eigene Kopie braucht die Erlaubnis der Urheberin, auch mit Markierung. Hol sie dir per Direktnachricht, warte auf ein klares Ja in Worten und sichere die Antwort mit einem Bildschirmfoto. Nutzt du stattdessen die Teilen-Funktion von Instagram, zeigst du den Originalbeitrag mit dem Originalkonto, statt eine Kopie hochzuladen.
Was kostet eine Abmahnung wegen eines Instagram-Bildes?
Das hängt vom Einzelfall ab. Für Privatpersonen, die ein Werk nicht gewerblich nutzen, begrenzt § 97a UrhG die erstattungsfähigen Anwaltskosten auf einen Gegenstandswert von 1.000 € für Unterlassung und Beseitigung, außer das ist im Einzelfall unbillig. Schadensersatz kommt gesondert dazu. Lass jede Abmahnung prüfen, bevor du unterschreibst oder zahlst.
Was mache ich, wenn jemand mein Bild klaut?
Sichere zuerst Beweise: Bildschirmfoto mit Datum, Link zum Beitrag und Kontoname. Halte dein Original oder die Rohdatei bereit. Schreib die Person freundlich an und bitte um Löschung. Hilft das nicht, meldest du die Verletzung über das Urheberrechtsformular im Instagram-Hilfebereich. Bei wiederholtem oder gewerblichem Missbrauch hilft eine Anwältin für Urheberrecht.